Unter dem Titel „PV-Strom für das Wechselland“ macht der Photovoltaik-Projektentwickler Trianel Energieprojekte Austria GmbH die Energiewende erlebbar und lädt Bürgerinnen und Bürger aus Schäffern und Umgebung zum offenen Austausch ein. Ziel der Veranstaltung ist es, über ein geplantes Agri-Photovoltaik-Projekt zu informieren und Raum für Fragen, Anregungen und unterschiedliche Perspektiven zu schaffen.
Im Bürgerdialog gibt Trianel Energieprojekte Austria Einblick in die geplanten Projekte sowie deren Umsetzungsstand und behandelt die positiven Auswirkungen einer regionalen Energieerzeugung auf Landschaft, Landwirtschaft und die lokale Stromversorgung. Interessierte Bürger:innen und lokale Akteur:innen erfahren, wie das Projekt Klima, Region und Wirtschaftskraft stärkt.
Geplant sind vier Agri-Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen im Gemeindegebiet von Schäffern. Ziel ist es, erneuerbaren Solarstrom zu erzeugen und gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen dauerhaft zu erhalten. Die Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit Flächeneigentümer:innen, Landwirt:innen und der Gemeinde Schäffern umgesetzt, um Bewirtschaftung, Nutzung und regionale Wertschöpfung langfristig zu sichern.
„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an miteinbeziehen und nehmen Anregungen wie auch Bedenken ernst. Mit dem Bürgerdialog schaffen wir bewusst eine Möglichkeit, frühzeitig und persönlich ins Gespräch zu kommen“, so Dr.-Ing. Moritz Nobis, Prokurist von Trianel Energieprojekte Austria.
Projektbeschreibung und Planungsstand
Die vier geplanten Projektflächen befinden sich in Elsenau, Karnegg, Schäffern und Zöbern. Die Anlagen erreichen eine geplante Gesamtleistung von rund 21,9 Megawattpeak (MWp) und erzeugen jährlich etwa 27,5 Millionen Kilowattstunden Strom – genug für rund 6.200 Haushalte. Gleichzeitig können jährlich etwa 2,35 Millionen Kilogramm CO₂ eingespart werden.
Nur rund 2 % der Fläche werden für die Aufständerung der Module benötigt. Etwa 18 % der Fläche sind als Biodiversitätsstreifen vorgesehen, während der überwiegende Teil weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann. Die Flächen werden derzeit als Ackerland und Grünland bewirtschaftet. Die aktuelle Nutzung soll beibehalten werden; zwei der Flächen sind für Viehhaltung, die beiden anderen für andere landwirtschaftliche Zwecke vorgesehen. Für die Einspeisung des erzeugten Stroms ist ein Anschluss an ein Umspannwerk erforderlich.
Im Rahmen des Projekts findet ein intensiver Austausch mit dem Europaschutzgebietsbeauftragten statt, um die naturschutzfachlichen Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen. Die Projekte wurden systemverträglich geplant, um eine möglichst harmonische Integration in Landschaft, Landwirtschaft und sensible Schutzgebiete zu gewährleisten. In einem nächsten Schritt soll das örtliche Entwicklungskonzept angepasst werden, um die weiteren Genehmigungs- und Umsetzungsschritte einzuleiten.
„Die Projekte sind so geplant, dass Natur, Landwirtschaft und Energieerzeugung miteinander vereinbar bleiben – das ist für uns keine Option, sondern eine zentrale Voraussetzung. Gerade in sensiblen Schutzgebieten ist es entscheidend, dass ökologische Verantwortung mit regionaler Energieversorgung verbunden wird“, betont Dipl. Ing. Nepomuk Harmer, Projektmanager bei Trianel Energieprojekte Austria.
Flächendoppelnutzung durch Agri-Photovoltaik
Agri-Photovoltaik ermöglicht die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Nahrungsmittelproduktion und zur Stromerzeugung. Hoch aufgeständerte Module lassen eine Bewirtschaftung von Wiesen, Weiden oder Ackerflächen weiterhin zu – etwa durch Mahd, Beweidung oder Pflanzenbau. Möglich ist die Haltung von Rindern, Hühnern, Gänsen oder Schafen sowie der Anbau von Hackfrüchten, Getreide, Futtergräsern oder Hanf sowie Wein oder Obstbäumen.
Voraussetzung für Agri-PV ist der dauerhafte Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzung sowie eine standortangepasste Planung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Vorgaben. Die Anlagen kommen ohne Bodenversiegelung aus, werden mittels Rammtechnik errichtet und können nach Ende der Nutzungsdauer rückstandslos entfernt werden.
Moderne semitransparente Module sowie nachgeführte Tracker-Systeme sorgen für hohe Energieerträge bei minimaler Flächeninanspruchnahme. Die erzeugte Energie kann direkt in der Region genutzt werden und stärkt so die lokale Versorgung mit erneuerbarem Strom. Agri-PV gilt insbesondere auf ertragsschwachen oder schwierig zu bewirtschaftenden Flächen als zukunftsfähige Lösung, um Klimaschutz, Landwirtschaft, Naturschutz und regionale Energieversorgung miteinander zu verbinden.
Rückfragehinweis
Dipl. Ing. Nepomuk Harmer
Projektmanager Trianel Energieprojekte Austria GmbH
Trianel Energieprojekte Austria GmbH
Walfischgasse 13/2, 1010 Wien
Tel: +43 1 34 30 508 I Mobil: +43 676 302 91 90
E-Mail: wechselland@trianel-energieprojekte.at
www.trianel-energieprojekte.at
Über Trianel Energieprojekte Austria
Die Trianel Energieprojekte Austria GmbH mit Sitz in Wien entwickelt Photovoltaik- und Agri-PV-Anlagen in Österreich. Gesellschafter sind die österreichische Selina Photovoltaic GmbH und die deutsche Trianel GmbH. Das Unternehmen arbeitet partnerschaftlich mit Gemeinden, Flächenverpächter:innen und regionalen Akteur:innen und setzt Projekte verantwortungsvoll um. Ziel ist es, die Energiewende voranzutreiben, damit Österreichs Energieversorgung bis 2030 vollständig aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden kann.
PV-Strom für das Wechselland – Agri-PV-Projekte in Schäffern
Factsheet
Projektstandort & Art
- Ort: Elsenau, Karnegg, Schäffern, Zöbern (Gemeinde Schäffern, Steiermark)
- Projekttyp: Agri-Photovoltaik (doppelte Nutzung für Landwirtschaft & Solarstrom)
Projektziele
- Erzeugung erneuerbarer Energie bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Nutzung
- Förderung von Biodiversität (18 % der Fläche)
- Effiziente Nutzung ertragsschwacher oder schwierig bewirtschaftbarer Flächen
- Unterstützung von Klimaschutz und Energiewende
Technische Daten
| Anzahl der Anlagen: | 4 |
| Gesamtleistung: | 21,9 MWp |
| Jahresstromerzeugung: | ca. 27,5 Mio. kWh (~6.200 Haushalte) |
| CO₂-Einsparung: | ca. 2,35 Mio. kg/Jahr |
Standort & Planung
- Böden: überwiegend geringe landwirtschaftliche Bonität
- Bauweise: bodenschonend, rückstandslos entfernbar, keine Bodenversiegelung
- Module: teiltransparent, nachgeführte Tracker-Systeme
Besondere Vorteile von Agri-PV
- Doppelnutzung der Fläche: Landwirtschaft & Energieproduktion
- Erhalt von Wiesen, Weiden und Ackerflächen
- Integration von Biodiversitätsstreifen
- Hoher Energieertrag bei minimaler Flächeninanspruchnahme
- Effiziente Lösung für schwierig bewirtschaftbare oder ertragsschwache Flächen
