Die Eignung einer Fläche für Freiflächen-Photovoltaik (FFPV) oder Agri-Photovoltaik (Agri-PV) hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bereits vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung wird der Standort umfassend geprüft und anhand relevanter Kriterien bewertet.
Rechtliche Rahmenbedingungen der Bundesländer
Die gesetzlichen Vorgaben unterscheiden sich je nach Bundesland teils erheblich und können sogar gegensätzlich sein. Beispielsweise sind in Niederösterreich Photovoltaikanlagen aktuell auf maximal 2 Hektar begrenzt, während im Burgenland in der Regel nur Flächen ab einer Größe von mindestens 10 Hektar ausgewiesen („zoniert“) werden.
Häufige Ausschlusskriterien sind:
- hohe Bodengüte bzw. Bodenfruchtbarkeit (je höher die Qualität, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung)
- Hochwasser- und Gefahrenzonen
- naturschutzrechtlich geschützte Gebiete (abhängig vom jeweiligen Bundesland)
Größe und Zuschnitt der Fläche
Neben der Lage sind die Größe und die geometrische Form (Zuschnitt) einer Fläche entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. In der Regel sind Freiflächen-PV-Anlagen erst ab einer Fläche von etwa 2 Hektar für uns wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar.
Auch die Ausrichtung der Anlage spielt eine wichtige Rolle:
- Die Module von klassischen Freiflächen-PV-Anlagen (FFPV) haben meist eine Süd-Ausrichtung, sodass die Modulachsen von West nach Ost verlaufen.
- Agri-PV-Anlagen mit Nachführsystemen (Trackern) folgen dem Sonnenverlauf von Ost nach West, weshalb die Modulreihen in Nord-Süd-Richtung verlaufen.
Je nach Flächenzuschnitt eignet sich daher eine der beiden Varianten besser. Während konventionelle Freiflächenanlagen in der Regel höhere Stromerträge erzielen, weisen Agri-PV-Anlagen aufgrund größerer Abstände zwischen den Modulreihen einen geringeren Energieertrag auf, ermöglichen jedoch eine gleichzeitige landwirtschaftliche Nutzung.
Netzanschluss
Für den Betrieb einer Photovoltaikanlage ist ein geeigneter Netzanschlusspunkt (z. B. ein Umspannwerk) in räumlicher Nähe sowie ausreichende Netzkapazität erforderlich.
Die zulässige Entfernung zum Netzanschlusspunkt hängt von der Anlagengröße bzw. der erzeugten Leistung ab:
- Größere Anlagen rechtfertigen in der Regel längere Kabeltrassen
- Kleinere Anlagen sind stärker auf nahegelegene Anschlusspunkte angewiesen
In die Planung werden außerdem die Netzausbaupläne der jeweiligen Bundesländer einbezogen.
Sonneneinstrahlung
Die Sonneneinstrahlung in Österreich beträgt durchschnittlich zwischen 1.000 und 1.400 kWh/m² pro Jahr, bei rund 2.000 Sonnenstunden jährlich.
Die tatsächliche Einstrahlung ist jedoch stark von der geografischen und topografischen Lage abhängig und muss stets im Einzelfall analysiert werden.
Hangneigung
Die technische Umsetzbarkeit einer Photovoltaikanlage wird auch durch die Hangneigung beeinflusst. Dabei spielen folgende Faktoren eine Rolle:
- Anlagenkonfiguration
- gewählte Unterkonstruktion
- Bodenbeschaffenheit
In vielen Fällen sind auch geneigte Flächen geeignet; steilere Lagen erfordern jedoch eine individuelle technische und wirtschaftliche Prüfung.
Flächenwidmung
Nicht jede Freifläche ist für die Errichtung von Photovoltaikanlagen geeignet. Die Nutzungsmöglichkeiten richten sich nach dem jeweiligen Flächenwidmungsplan.
Grundsätzlich kommen unter anderem folgende Widmungskategorien infrage:
- Grün- und landwirtschaftliche Flächen
- Bauland
- Gewerbe- und Industriegebiete
- Deponien und Altstandorte
Ist meine Fläche geeignet?
Gemeinsam finden wir heraus, ob Ihre Fläche für die Errichtung einer PV-Freiflächenanlage geeignet ist. Als Flächenverpächterin oder Flächenverpächter profitieren Sie von einem zusätzlichen Einkommen, einem persönlichen Ansprechpartner und einer fairen und transparenten Zusammenarbeit.
Jetzt anfragenIst meine Fläche geeignet?
Melden Sie sich bei uns: Gemeinsam finden wir heraus, ob Ihre Fläche für die Errichtung einer Freiflächenanlage geeignet ist.
Als Flächenverpächterin oder Flächenverpächter profitieren Sie von einem zusätzlichen, krisensicheren Einkommen über lange Zeit, einem persönlichen Ansprechpartner in unserem Unternehmen und einer fairen und transparenten Zusammenarbeit.
Jetzt anfragen
Werner Edler-Muhr ist bei Trianel Austria für die Standortentwicklung verantwortlich. Er betreibt selbst eine Landwirtschaft in der Steiermark.
» Unverbindliche Flächen-Analyse anfordernDarum kooperieren Landwirt*innen mit uns
Wir kennen die Bedürfnisse der Landwirte und Landwirtinnen in Österreich. Mit unserer jahrlangen PV-Erfahrung bringen wir beides in Einklang: eine effiziente Bewirtschaftung und eine grüne Stromerzeugung.
Wir legen Wert auf die Natur- und Raumverträglichkeit, sowie die harmonische Integration unserer Agri-PV-Anlagen in die Umgebung. Agri-PV unterstützt die Biodiversität und wirkt sich positiv auf die Früchte aus.
Mit unserem „Alles aus einer Hand“-Prinzip kümmern wir uns um alle Agenden die Agri-PV-Anlage betreffend. Sie können sich voll und ganz auf Ihre Landwirtschaft konzentrieren und profitieren von zusätzlichen Pachterträgen.
